The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Archiv für 'Journaille' Kategorie

Presseergüsse

Jetzt wird’s ein wenig lustig…

Verfasst von califax am Mittwoch, 14. Mai 2008

…denn die neue SED hat demnächst Parteitag. Außerdem hat der Verfassungsschutz herausgefunden, daß diese Sammlungsbewegung ehemaliger DDR-Herrscher und westdeutscher Schreibtischrevoluzzer von Kommunisten unterwandert ist. Das kann nur lustig werden. Schon der Vorwurf, eine marxistische Partei sei kommunistisch unterwandert, ist eine Perle. Aber viel schöner ist das Wunschdenken bei eigentlich sympathisierenden, jetzt aber doch irgendwie abgeschreckten Journalisten:

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Qualitätsjournalismus

Verfasst von califax am Donnerstag, 24. April 2008

In einem Artikel zur gegenwärtigen Spionageaffaire, bei der der BND im Laufe der Aufklärung des afghanischen Handels- und Industrieministers auch dessen Korrespondenz mit einer Journalistin des SPIEGEL erbeutet hat:

Unklar ist: Warum überhaupt überwachte der BND den Minister einer souveränen Regierung?

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Und wieder einmal… Qualitätsjournalismus

Verfasst von califax am Donnerstag, 10. April 2008

Spiegel Online titelt “Bush bald nur noch mit Untertiteln?” und “ABSCHAFFUNG DER SYNCHRONISIERUNG”:

Anhänger fremdsprachiger Originalversionen dürfen sich freuen: Wenn es nach dem Willen des Europaparlaments geht, sollen Fernsehfilme in Deutschland bald im Original und mit Untertiteln gezeigt werden. Selbst die “Tagesschau” wäre betroffen.

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Sauber aufgespießt!

Verfasst von califax am Mittwoch, 9. April 2008

Ich bin kein Fan von Harnaschs Videos und schaue daher nur selten mal rein. Seine Entertainerqualitäten sind, ähem, verbesserungsfähig. Die Themen waren mir bisher eher wurscht. Diesmal gibt es eine Ausnahme. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Und das schöne - oder je nach Sichtweise deprimierende - daran: er muss nur das offensichtliche präsentieren. Er hätte nicht mal kommentieren müssen. Das Material spricht für sich selbst. Irrenhaus.

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Ach du grüne Neune!

Verfasst von califax am Mittwoch, 9. April 2008

Rummelsnuff, beliebt und gefürchtet wegen seiner einzigartigen Mischung aus lyrischen Perlen, musikalischem Genius und eloquenten Interviews, hat es in den Spiegel geschafft. Adorno steh uns bei, die Ostwendepunks kommen!!! Aber der Spiegel gibt Entwarnung. Rummelsnuff hat trotz Muskeln, Stiefeln und Pathos die amtliche Gesinnungsprüfung bestanden. Den Rest des Beitrags lesen »

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MDR mal wieder

Verfasst von califax am Dienstag, 8. April 2008

Gemäß Brisant, dem öffentlich-rechtlichen Pendant zur Bild, greifen Piraten auf Gummibooten mit schweren Waffen an. Yup, schwere Waffen auf Schlauchbooten.

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Fragen über Fragen!

Verfasst von califax am Mittwoch, 2. April 2008

Liest eigentlich irgendjemand die Fernsehkritiken im Feuilleton? In der FAZ spielt man diesmal mit Maischberger Niveaulimbo. Gleich zu Anfang stellt man eine Frage, die man nicht nur unbeantwortet lassen muss, sondern die den Lesern durch die Schaffung zahlloser weiterer Fragen vom Text des Artikels ablenkt: Warum trug Ypsilanti eigentlich nie einen Rock?

Ja, das ist eine wichtige und gewichtige Frage. Im Wahlkampf auf einer erhöhten Bühne vor sitzendem Publikum stelle ich sie mir vor und frage weiter: Darf’s auch ein Minirock sein? Highheels? Strapse? Oder ein Journalist, der für jede ebenso sinnlose wie blöde Frage mit einem Schni Toastie verprügelt wird? Egal, Pause beendet. Ich habe zu tun.

Achja, sagt das jetzt bloß niemandem weiter: In der Fernsehdiskussion sollte es eigentlich um Gleichberechtigung und Sexismus am Arbeitsplatz gehen. Aber das wäre dann ja fast… seriös gewesen. Gut, daß wir drüber gesprochen haben.

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Nix hören, nix sehen und wer was sagt, kriegt Dresche.

Verfasst von califax am Montag, 31. März 2008

So sieht unsere Gestaltung der Wirklichkeit schon lange aus. Wir träumen uns unsere Todfeinde weg, wir verbiegen alles von der Wahrheit über unsere Hirnwindungen, um unseren Mördern recht zu geben. Damit wir uns nicht eingestehen müssen, daß es sich dabei nicht um arme bemitleidenswerte Kolonisationskinder handelt. Wir entwaffnen uns selbst, und wir verbieten einfach die Wirklichkeit. Auf der Achse des Guten findet sich die Übersetzung eines Artikels, den man lesen muss: Niels Lillelund: “Fitna” und der Selbstbetrug des Westens.

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Seilschaften, Genossen und Stasi

Verfasst von califax am Freitag, 28. März 2008

Er verantwortet mit der Wochenendbeilage „Das Magazin“ und der Reportageseite 3 die intellektuellen Schaufenster der Zeitung. Dort werden die Verhältnisse in der zweiten deutschen Diktatur immer wieder nostalgisch verklärt.

Na und?

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Journalisten und Sprache

Verfasst von califax am Dienstag, 18. März 2008

Der MDR berichtet in Brisant von “ratlosen Opfern, die von angeblich kriminellen” Tibetern zusammengeschlagen wurden. Immer wieder schön zu sehen, wie ausgerechnet Journalisten mit dem Wort ‘angeblich’ überfordert sind. Wenn unbeteiligte Passanten mal eben zusammengeschlagen werden, wie es der MDR ganz ohne ‘angeblich’ übernommen hat, wäre es schon interessant, mal von den MDRlern zu hören, wie ein Schlägermob nicht kriminell sein kann? Naja, das sind die Standards, bei denen der Gazastreifen ins Westjordanland verlegt wird und über den Abriss eines Hauses berichtet wird, das immer noch steht. MDR halt. Journaille.

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Siechtum für alle!

Verfasst von califax am Freitag, 14. März 2008

Worum geht es, wenn im Öffentlich-Rechtlichen voller Inbrunst über Darmkrebs, Verdauungsstörungen, Magenblutungen, Verstopfungen, Blähungen, Herzinfarkte, Nierenversagen, Leberschäden, Brechreiz, Mundgeruch, Impotenz, Monatsblutungen, Migräne, Nasenspülung, Demenz, Alzheimer, Inkontinenz, Erwachsenenwindeln, Blasensteine, Aterienverkalkung, Prostatakrebs, Darmspiegelung, Magenpolypen, Dickdarmtätigkeit, Übelkeit, Schwindelgefühl, regelmäßige Blutdruckmessung, Blutzuckerspiegel, Allergien, Ausschläge, Gelenkschmerzen, Glasknochen, Erblindung, Schluckbeschwerden, Farbe und Geruch von Morgenurin, Konsistenz des Stuhlgangs, etc. gesprochen wird?

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Qualitätsjournalismus mal wieder…

Verfasst von califax am Donnerstag, 13. März 2008

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Qualitätsjournalismus

Verfasst von califax am Donnerstag, 13. März 2008

Und auch das Ansehen der Landesregierung sackte von 28 Prozent Zustimmung im Dezember auf nur noch 37 Prozent.

Die Welt 17:37 in Umfragetief : Landsleute setzen “König Kurt” auf Liebesentzug.

Haben die jetzt auch keine Qualitätskontrolle mehr? Naja, was frag ich… :)

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Sichere Grenzen « Letters from Rungholt

Verfasst von califax am Dienstag, 11. März 2008

Unbedingt Lesen:

Sichere Grenzen « Letters from Rungholt

So schön kann man komplizierte Politik aufbereiten, wenn man nur mal auf die übliche Phrasendrescherei verzichtet und Fakten bringt. Deutsche Journalisten sind mit sowas überfordert.

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Wohlfeile Phrasen…

Verfasst von califax am Montag, 10. März 2008

…sind in der Politik und in der Berichterstattung über Politik ja recht häufig. Eine besonders dümmliche ist mir aber erst in letzter Zeit aufgefallen. Man dürfe die neue SED nicht einfach ablehnen, sondern müsse die Bewertung vom Personal abhängig machen.

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Lasst Kunstblut fliessen!

Verfasst von califax am Montag, 10. März 2008

Schon wieder ein paar Links, aber diesmal was Positives. Thea Dorn, die hübsche und freche Feministin, Schriftstellerin und Leseratte, ist manchmal der letzte Grund, Kulturfernsehen zu schauen. Wenn ich an ihre Interviews mit Richard Wagner und Sibylle Berg denke, muss ich immer noch grinsen. Jetzt hat sie in der literarischen Welt und als Gastbeitrag bei der Achse des Guten ein wunderbares Plädoyer für die Freiheit der Kunst und gegen den momentanen Trend zur Gummizellenpolitik veröffentlicht. Unbedingt lesen!

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FAZ: Ed Wood regiert!

Verfasst von califax am Samstag, 8. März 2008

Die FAZ schreibt: “Der letzte Wahlkampf der achtziger Jahre - konservative Atomkraftbefürworter gegen rot-grüne Bildungsreformer - endet in einem phänomenalen Debakel für beide Lager: Roland Koch regiert als Wahlverlierer, ein Zombie in der Staatskanzlei, und Andrea Ypsilanti wird zum One Hit Wonder der deutschen Politik. Kurt Beck und sie haben versucht, den Tanker SPD wie ein Greenpeaceschlauchboot hin und her zu wenden, nicht mal ein Tretboot hätten sie steuern dürfen.”

So weit, so richtig. Aber dann kommt noch:

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