The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Archiv für Februar 2010

Wenn Menschenfresser Kreide fressen

Geschrieben von califax am Freitag, 26. Februar 2010

Menschenfresser sind auch Menschen, doch nicht immer Männer.
Menschenfressermenschen fressen Professoren und Penner.
Menschenfressermenschen können Menschen gar nicht riechen.
Menschenfressermenschen sehen Menschen gerne kriechen.

Wenn Menschenfresser 20 Jahre lang Kreide fressen,

Menschenfressermenschen haben auch ein Herz für Kinder.
Menschenfressermenschen leben meistens viel gesünder.
Menschenfressermenschen essen manchmal vegetarisch.
Menschenfressermenschen sind nicht immer blond und arisch.

um vorzutäuschen, sie wären keine Mörder mehr,

Menschenfressermenschen sind normal und meist sehr fleißig.
Menschenfressermenschen gibt’s nicht erst seit Dreiunddreißig.
Menschenfressermenschen sind oft ganz liebe Väter.
Menschenfressermenschen sind meist Überzeugungstäter.

Menschenfressermenschen fressen Menschen selten selber.
Menschenfressermenschen haben ihre tausend Helfer.
Menschenfressermenschen dürfen niemals ruh’n.
Menschenfressermenschen haben schrecklich viel zu tun.

dann rutscht ihnen beim unvermittelten Anblick ihrer ewigen Idole manchmal doch wieder die wahre Gesinnung heraus.

Vielleicht sollten die Stadträte in Braunschweig einmal über Mielke, seinen Mord und die Massenmorde seiner vergötterten Revolution, vielleicht sogar noch über sein späteres Verbrecherregime, debattieren. Und darüber, wie pudelwohl sich die Braunschweiger SED in dieser Tradition fühlt.

Menschenfressermenschen stehen neben dir am Tresen.
Menschenfressermenschen sind es immer nicht gewesen.

Nein, nein, das war man doch nicht. (Das hat man noch vor.)

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Attentat in Dubai

Geschrieben von califax am Donnerstag, 18. Februar 2010

(Via Soldatenglück)

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Gesunde Ernährung, unterhaltsam

Geschrieben von califax am Samstag, 6. Februar 2010

(Gefunden bei Erich sieht.)

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Guten Tag, Überwachungstaat

Geschrieben von califax am Freitag, 5. Februar 2010

Das Bankgeheimnis hat keine Zukunft mehr. Es ist am Ende. Es hat sich überlebt.

Schäuble.

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Maßstäbe

Geschrieben von califax am Dienstag, 2. Februar 2010

Es gab da einmal einen Innenminister. Dieser Innenminister hatte Angst davor, daß Extremisten in Deutschland Verbrechen begehen könnten. Deshalb wollte er die Polizei mit Geheimdienstbefugnissen ausstatten oder die Zusammenarbeit zwischen Geheimdienst und Polizei verbessern. Er wollte, wie es ihm seine Gegner vorwarfen, die Grenze zwischen Polizei und Geheimdienst verwischen. Viele seiner Gegner drückten und drücken es auch anders aus. Sie sagen (sprachlich korrekt), er hätte eine Geheimpolizei einrichten wollen. Was besonders empörte, war, daß er sogar ohne Anfangsverdacht Bürger und Reisende überprüfen wollte. Er wollte unbescholtene Menschen, gegen die nichts außer höchstens mal der Beschuldigung eines Kriminellen vorlag, überprüfen lassen, ob sich da nicht der Anfangsverdacht für eine Straftat finden könnte. Er wollte nachschauen, ob bei Leuten auf ominösen Listen, Leuten, die sonst unbescholten waren, nicht irgendetwas zu finden wäre, mit dem man strafrechtliche Ermittlungen gegen diese Leute begründen könnte.

Man nannte sein Vorhaben Stasi 2.0. Man beschuldigte ihn gar der Nazimethodik. Und alle waren empört, machten sich Sorgen um den Rechtsstaat.

Jetzt ist eine ominöse Liste aufgetaucht. Von einem Kleinkriminellen. Auf dieser Liste stehen unbescholtene Bürger. Jetzt wollen Politiker, daß die Menschen auf dieser Liste überprüft werden, ob sich nicht etwas finden könnte, daß Ermittlungen gegen diese Bürger begründet. Dafür soll sehr viel Geld fließen. Soviel Geld, daß aus der privaten Schnüffelaktion des Kleinkriminellen ein hochprofitables Geschäft würde. Dann könnte man noch mehr Listen bekommen. Man könnte sie kaufen oder, wie schon gehabt, über den Auslandsgeheimdienst BND besorgen. Und alle, die gegen den bösen Innenminister waren, sind dafür. Und zeigen damit, was sie wirklich von Bürgerrechten und Rechtsstaatlichkeit halten. Und nebenbei zeigen sie, wo sie die Prioritäten setzen: Bei der Verhinderung von Massenmorden und Sklavenhandel wie der böse Innenminister? Nein. Bei der Finanzierung ihres Größenwahns. Diese Guten. Diese unendlich Guten. Die, die unsere Volksgemeinschaft gegen Fremdarbeiter und Heuschrecken schützen wollen.

Das eine nennt man Paranoia. Das andere nennt man Klassenjustiz.

Nachtrag:

Zettel ist diese Bigotterie auch aufgefallen. Und ich hatte schon befürchtet, ich wäre damit allein.

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