The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Günnie Wallraff enthüllt: Diskriminierung geistig Behinderter in Deutschland!

Verfasst von califax am Mittwoch, 21. Oktober 2009

Ich habe etwas anzuprangern. Deutschland ist schlecht und verkommen.

Stellen Sie sich vor, da bieten Leute eine Wohnung zur Miete an oder sitzen saufend in einem Zugabteil. Da kommt ein offenbar geistig verwirrter, ganz offensichtlich weißer  deutscher Rentner mit einem irgendwie aus dem Fernsehen bekannten Gesicht, Karnevalsperücke und Schuhcreme im Gesicht herein und lallt die Leute penetrant mit etwas an, das er für einen Negerakzent hält.

Und statt die Polizei zu rufen, damit sie den armen alten Mann zurück ins Heim bringt, wird er wahlweise beschimpft oder als Sonderling betuschelt.

Ein Skandal fürbaß. Geisteskranke haben es in Deutschland wirklich schwer.

Nachtrag:

Schwarzer Wallraff ist geschmacklos und perfide.

7 Antworten zu “Günnie Wallraff enthüllt: Diskriminierung geistig Behinderter in Deutschland!”

  1. Diskus sagte

    Negerakzent, ausgezeichnet. War die Verkleidung von Walraff wirklich so schlecht?

    • califax sagte

      Ja. Spiegel Online hat ein wunderschönes Bild von seiner Geheimoperation.
      Ein echter Bühnenneger aus Kaiser Wilhelms Zeiten. Der Knallkopp muß seine Vorstellung von Afrikanern noch von irgendwelchen Zigarettenbildchen haben.

      Und bei dem Biergartenbildchen mal ehrlich – Würdest Du mit so einem offensichtlichen Hirni am selben Tisch sitzen wollen?

      • Diskus sagte

        Mann, der traut sich was! Ich hätte ihn ja mal gern mit seinem „Negerakzent“ sprechen hören. Eigentlich kann seine Gesamtvorstellung ja so schlecht nicht gewesen sein, sonst hätte diese schwarze Familie, die angeblich unwissenderweise mit ihm unterwegs war, sofort oder ziemlich schnell was merken müssen.

    • Sven Türpe sagte

      Aus dem Zeit-Magain Nr. 43:

      „Eine ganz normale Wohnungsbesichtigung. Ich habe bereits ein gutes Dutzend hinter mir, aber keine einzige Zusage bekommen — halt, nein! Einmal habe ich echte Chancen gehabt; der überfreundliche Vermieter hatte meinem Team bei einem späteren Besuch bedeutet: Mit diesem Schwarzen stimme was nicht, der habe eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Schriftsteller, der die Angewohnheit habe, sich zu verkleiden.“

  2. Dieter W. sagte

    Genau.
    Also lehnen wir uns zurück und berauschen uns an unserer Nöhlerei.

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