The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Archiv für April 2009

Abendbrot

Geschrieben von califax am Dienstag, 28. April 2009

Man nehme

  • ein Viertelpfund mageres Rinderhack/Tartar
  • eventuell eingelegte Chillis
  • etwas Salat
  • ein paar knackige Gurkenscheiben
  • ein paar Scheiben Strauchtomate
  • ein paar Zwiebelringe
  • Ketchup
  • eine Sauce aus Mayonaise und mittelscharfem Senf
  • Toastbrot, Milchbrötchen oder Burger Buns

Das Rinderhack mit Salz und Pfeffer gut durchkneten, nach Geschmack kleingehackte Chillis unterkneten. Eine Kugel formen und diese wie einen Baseball in schlechten Filmen von einer Hand in die andere klatschen, bis sich eine möglichst flache Scheibe formt. Anders als in den Baseballfilmen nicht spucken. Man darf sich aber trotzdem echt cool fühlen und schlechten Country hören.

Eine Pfanne erhitzen und einen kleinen Schuß Öl hineingeben (etwa ein Teelöffel reicht.)

Die Frau entwaffnen, fesseln, knebeln und ihre Küchenwalze benutzen, um die Hackscheibe noch dünner auszuwalzen.

Die Hackscheibe in der Pfanne bei mittlerer Hitze braten, bis die Seite grau ist und die Oberseite kräftig weint. Indem man einen Topf auf den Burger stellt, kann man verhindern, daß er sich wieder in eine Kugel verwandelt. Anschließend Burger wenden und wieder mit den Topf sichern.

Toast, Milchbrötchen oder Burger Buns schön knusprig toasten. Eine Seite mit der Sauce bestreichen, Salat, Gurken und Tomaten drauflegen.

Nach etwas 3-4 Minuten ist der Burger definitiv tot und durch. Man legt ihn jetzt auf das bereits vorbereitete Türmchen und setzt Zwiebelringe, Ketchup und zweite Brothälfte drauf.

Serviervorschlag:

Vor den Augen der immer noch gefesselten Frau mit einem frenetischen „Haaaaaa! Haaaarrrrgh! Diääät?! HAAAHAAAHAAA!!!“ kräftig zubeißen, sabbern, schmatzen, Augenrollen, wonnig brummen, …

SIEG!

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Quizfrage für KFZ-Werkstätten

Geschrieben von califax am Sonntag, 26. April 2009

Hier kommt eine Quizfrage für KFZ-Mechaniker und Kollegen:

Angenommen, ein Kunde hat einen Versicherungsfall zur Reparatur gebracht. Ein Mitarbeiter der Werkstatt bringt dem Kunden nun ein Formular zur Schuldanerkenntnis, wobei es um die Übernahme der Werkstattrechnung bei Nichtzahlung durch die Versicherung gehen könnte. Was man aus dem unverständlichen Formular ohne anwaltliche Hilfe aber nicht herausbekommt.

Das Formular ist blanko. Der Unterzeichner („Schuldner“) verpflichtet sich anscheinend dabei, den vollen, im Formular angegebenen Rechnungsbetrag zu zahlen oder über das Auto pfänden zu lassen. Der Betrag ist blanko wie alles andere. Der Kunde soll das leere Formular schon mal unterschreiben. Eine Rechnung könne leider nicht ausgestellt werden, weil der Computer defekt sei. Deshalb wisse man den Rechnungsbetrag auch noch nicht, den der „Schuldner“ anerkennen soll.

Der Kunde weigert sich natürlich, das Blankoformular zu unterschreiben und verlangt erst die mit der Versicherung ausgehandelte Rechnung.

Es gibt nun drei Möglichkeiten, damit umzugehen:

  1. Man erklärt dem Kunden genau, was man will und warum. Der Kunde bekommt eine per Hand ausgestellte vorläufige Rechnung, die er mit seiner Versicherung abgleichen kann. Anschließend kann man drüber reden, ein Abtretungsformular über die so in Rechnung gestellte Summe zu unterzeichnen.

  2. Man wartet eben, bis der PC wieder funktioniert, und arbeitet dann die normale Prozedur ab.

  3. Man fälscht die Unterschrift des Kunden, füllt das Formular nach Gutdünken aus, und hofft, der Kunde werde es schon nicht bemerken.

Hier nun die Quizfrage:

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Idioten unter sich…

Geschrieben von califax am Samstag, 25. April 2009

Kann man hier lesen:

Keine Gutmenschen: Häfen von Piraten muss man bombardieren

Die Position, daß die somalischen Piraten ja irgendwie im Recht und total süß und so wären, und daß man deshalb nur so richtig viele Schuldgefühle und Gesprächsangebote bräuchte, um dieser international organisierten und milliardenschweren Mafia klarzumachen, sie möge doch bitte aufhören, daß zu tun, was sich so gut lohnt, ist schon idiotisch genug.

Die Gegenposition sollte doch einfach und vernünftig sein, oder?

Nicht, wenn ein Idiot sich ihrer annimmt. Ich weiß gar nicht, wo ich bei diesem Morast anfangen soll. Die Geschichtsfälschung beginnt ja schon im zweiten Absatz.

Nachtrag:

Siehe auch: Piraterie vor Somalia.

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Ein wichtiger Lektüretip

Geschrieben von califax am Samstag, 25. April 2009

Lesetips habe ich schon öfters hier gegeben. Aber dieser hier ist wirklich wichtig, weil er, mit etwas Glück, eine rettende und wegweisende Tendenz in der deutschen Rechtsprechung einleiten könnte.

Mit Glück. Und  mit Erfolg für die, die es mit unserem Land noch ehrlich meinen. Man kann es nur hoffen:

Die DDR war auf jeden Fall eine inhumane Diktatur.

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Titel gibt’s…

Geschrieben von califax am Freitag, 24. April 2009

Auf Spiegel Online:

NPD-CHEF VOIGT

Bewährungsstrafe für rassistischen Rechtsaußen

Der WM-Spielplan der NPD war „rassistisch und herabwürdigend“: Ein Berliner Gericht hat Parteichef Voigt wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Doch in rechtsextremen Kreisen dürfte ihm das kaum schaden. Von Philipp Wittrock

Es ist nicht die Aufgabe eines Gerichts zu entscheiden, wie man den sozialen Status eines Verbrechers in seiner Bande verändert. Aber das dürfte manchen Journalisten, für die ein Gericht nicht unabhängig sondern Teil der einzig wahren Partei zu sein hat, wohl kaum einleuchten. Ob Wittrock zu diesen Schreiberlingen gehört, weiß ich nicht. Aber der Titel spricht deren Sprache.

Noch was: Die NPD hangelt sich nun schon so lange durch die Randbereiche des Strafgesetzes, daß man dort mehr Erfahrung damit haben dürfte als die meisten Staatsanwälte. Wir sollten uns langsam mal entscheiden, ob und warum wir diese Leute loswerden wollen.

Weil sie unbequehm sind? Das ist kein Grund.

Weil sie ein massenmörderisches System anstreben? Das wäre ein Grund. Man müßte dann die Anzahl der V-Leute reduzieren, damit sich NPD-Entscheidungen nicht als Entscheidungen von Staatsangestellten darstellen lassen.

Weil sie in der Neonaziszene mit Mördern, Brandstiftern und Totschlägern gemeinsame Sache machen? Weil sie „National Befreite Zonen“ unterstützen und Terror gegen Sündenböcke und Gegner fördern? Das wäre ein Grund. Dann müßte man sich zugestehen, daß die NPD eine terroristische Organisation ist, wie nunmal jede Form des Nationalsozialismus seit ’33 eine Ausprägung des politischen und ethnischen Terrorismus sein muß. Dann muß man aber auch ehrlich anschauen, warum es die deutsche Gesetzeslage einer solchen Terrororganisation erlaubt, auf deutschem Boden tätig zu sein, und legislativ tätig werden.

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Werbepause ;)

Geschrieben von califax am Freitag, 24. April 2009

(via Daily Dish)

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Arbeitsschutz ;)

Geschrieben von califax am Mittwoch, 22. April 2009

(via Erich sieht)

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Information Dissemination: Russian Army Repositions 25 Miles from T’bilisi

Geschrieben von califax am Dienstag, 21. April 2009

Information Dissemination: Russian Army Repositions 25 Miles from T’bilisi.

In Georgien versucht die selbst wegen Zersplitterung und Mangel an Programm regierungsunfähige Opposition Saakaschwilli zu stürzen. Gleichzeitig rücken die russischen Truppen wieder vor, okkupieren dabei durch Kontrolle der Verkehrswege de facto den größten Teil Georgiens und stehen mit Truppenverstärkung bereit, um Tiflis zu stürmen.

Nach dem Ende der offenen Kampfhandlungen hatte es zunächst so ausgesehen, als gäbe sich Mokau mit der Vollendung schon seit den 90ern vorangetriebenen Eroberung Abchasiens und Südossetiens zufrieden. Nun scheint man darauf zu hoffen, den ganzen Kuchen schlucken zu können.

Es zeigt sich immer deutlicher, daß die Interessenspolitik des Kreml im Umland Rußlands eine geradezu archetypische Kolonial- und Eroberungspolitik ist, wie man sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ausgestorben geglaubt hat. Das ist kein Neoimperialismus, das ist Imperialismus wie aus dem Geschichtsbuch, eine offene und unverschleierte Wiederaufnahme der zaristischen Kolonialpolitik.

Nachtrag:

Außenminister Lawrow warnte die Nato und den Westen vor einer weiteren engen militärischen Zusammenarbeit mit Georgien. Vor allem zwei im Mai geplante Manöver der Nato mit georgischen Streitkräften kritisierte der Kreml. „Die geplanten Aktionen dienen nicht der Stabilität in der Region“, warnte Lawrow.

Die Nato wies bislang vergeblich darauf hin, dass die Manöver bereits vor dem Krieg vereinbart worden seien. Bei den Übungen handele es sich nicht um eine Zusammenarbeit zwischen der Nato und Georgien, sondern um Übungen der Nato mit der Organisation Partnerschaft für den Frieden. Für eine Entspannung sorgte diese Erklärung nicht.

Quelle: Neue Eiszeit zwischen Nato und Russland

(Man kann’s ja mal versuchen. Die Nützlichen Idioten innerhalb der europäischen Parteienlandschaft werden schon Flankenschutz geben.)

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Razzia des BKA?

Geschrieben von califax am Dienstag, 21. April 2009

Falls jemand bei der Presse arbeitet oder jemanden kennt, der Journalist ist: Gibt es gerade eine Pressesperre zu Aktivitäten des BKA oder irgendwelcher Schlapphüte? Es müßte um mindestens eine, vermutlich mehrere, dringliche Verhaftungen gehen. Die Greifer hatten es offenbar sehr eilig oder konnten die Aktion aus anderen Gründen nicht sonderlich gut vorbereiten und trugen Schutzwesten. Gerüchten zufolge geht es mal wieder um Islamismus und Konvertiten.

Nachtrag:

Es gibt eigentlich drei Möglichkeiten. (1) Es handelt sich um eine normale Kriminalermittlung, die durch die Zeugen aufgewertet wurde. (2) Es handelt sich um eine mehr oder weniger normale Ermittlung, und die Beamten hatten einen sehr ausgeprägten Sinn für Dramatik und Inszenierung. In Bayern durchaus möglich. (3) Man hat einigermaßen hektisch versucht, einen Islamisten einzukassieren. Das Vorgehen (Durchfragen via Prüfungsamt und dann eilige Festnahme während der Vorlesung mit schußsicherer Weste) zeigt keine sonderlich gute Vorbereitung. Jedenfalls gab es keine erfolgreiche Beschattung vorher und nicht genügend Zeit, um Aufsehen zu vermeiden. Dafür müßte dann ein aktueller Anlaß vorliegen.

Pressemitteilungen: Nix.

Pressemeldungen: Nix.

Korrelation: „Anti-Terror-Aktion: Türkische Polizei hebt Zelle der Islamischen Dschihad-Union aus“

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Ein unausgegorener Vorschlag

Geschrieben von califax am Montag, 20. April 2009

Es bereitet unserer auswärtigen Diplomatie (und nicht nur unserer) offenbar große Probleme, gefangengenommene Piraten an Kenia auszuliefern. Zum einen ist man wohl verpflichtet, militärischen, nicht dem Kriegsvölkerrecht unterstehenden Feinden deutsche bzw. westliche Rechtspraxis auch im Kenia zu garantieren. Warum auch immer. (Zum Beispiel, weil man sie auch als gewöhnliche Kriminelle betrachten kann und diese dann… ja, woher sollen diese eigentlich das Recht auf einen Prozeß nach deutschem Standard hernehmen, wenn sie in afrikanischen Gewässern gegen hartes UN-Recht verstoßen?) Und natürlich werden die kenianischen Stellen nicht so blöd sein, daß sie diesen Bedarf nach ihrer Gerichtsbarkeit nicht als Verhandlungsmasse einzusetzen versuchen. Da gibt es sicher viele delikate Wünsche, von Geld, Geheimdienstinformationen oder Waffen über Stillschweigen bei diesem und jenem hin zur Unterstützung außenpolitischer Vorhaben. Ich bin mir sicher, daß das kenianische diplomatische Korps bei Gelegenheit lange, lange Wunschzettel aufsetzen kann. Zum anderen möchte man die Piraten nicht in Hamburg vor Gericht stellen, weil man dann möglicherweise jahrelange Asylprozesse bekäme und ein deutscher Knast gegenüber somalischer Armut nicht unbedingt wie Strafe aussieht. Damit hätte mna diese Leute aber nicht nur jahrelang an der Backe: Mit etwas Pech würde das nicht als Strafe sondern als Belohnung verstanden werden. Riesenabenteuer, Vollverpflegung, der Feind zahlt die Anwälte gegen sich selbst, …

Der deshalb immer gern genommene Notausgang: Man läßt sie laufen und erweckt bei den Piraten damit den Eindruck, sie hätten bei Angriffen auf Schiffe unter deutschem und vergleichbarem „Schutz“ überhaupt nichts zu befürchten und wären geradezu unverwundbar.

Also hier der unausgegorene und sicher unrealisierbare Vorschlag: Man soll die Gefangenen kurz nach der Gefangennahme ohne ihre Waffen wieder freilassen. In ihren Nußschalen. Freilich sollte man den Sprit der Boote beschlagnahmen oder ablassen. Das ist keine Hinrichtung, denn die Piraten operieren auf Hoher See rund um hochseefähige Mutterschiffe. Diese können ihre Crews bergen. Und die vor Ort operierenden Marineverbände sollten scharf überlegen, ob man so eine Chance auf Geiselbefreiung ungenutzt vergehen läßt. Dabei eventuell gemachte Gefangene kann man dann ja, sofern das Mutterschiff nicht gestohlen wurde, wieder mit ihrem Schiff auf freien Fuß setzen. Ohne Sprit. Muß das Schiff zurückgegeben werden, sollte man kleine Schifferboote zur Freilassung benutzen, wie sie auch von den Piraten benutzt werden. Und wieder mit möglichst wenig Sprit und guter Überwachung. Selbst wenn man nicht zuschlagen kann und nur Aufklärungsdaten bekommt: Die sind auch schon was wert.

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