The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Archiv für Januar 2009

Lektüre: Sprache, Politik, Nationalstaat

Geschrieben von califax am Samstag, 24. Januar 2009

Über das Transatlantic Forum bin ich auf ein Interview aufmerksam geworden, daß ich hochinteressant finde. Ich kann leider nicht einschätzen, wie gut fundiert die geäußerten wissenschaftlichen Ansichten sind. Außerdem sind die politischen Aussagen für jemanden wie mich, der von dieser Gegend noch weniger Ahnung hat als von organischer Chemie, natürlich nur mit großer Vorsicht zu genießen. Aber interessant ist es zunächst einmal. Wer Englisch kann und sich nur ein wenig für Sprache interessiert, sollte es unbedingt lesen. Auf eine Übersetzung verzichte ich nur ein bißchen aus Faulheit und ganz eindeutig weil ich kein Experte im Urheberrecht bin. ;)

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Wenn Geeks keine Frauen kriegen…

Geschrieben von califax am Samstag, 24. Januar 2009

Ich, äh, …

Mir fällt gerade nichts ein. Außer vielleicht, daß man, wenn man denn sowas sammelt, die Spielzeuge nicht verwechseln sollte…

Ich, ähm, ich hol mir noch’n Bier.

Nachtrag: Zum Thema gefühlsecht…

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WIR WERDEN ALLE STERBEN!!1

Geschrieben von califax am Freitag, 23. Januar 2009

Es ist vollbracht. Lange, viel zu lange, habe ich darauf gewartet:

In den weitgehend unberührten Wäldern im Westen der USA hat ein verheerendes Baumsterben begonnen. Das ist gefährlich für das Klima.

Und wenn jetzt noch jemand Genmutationen und Atomtod beimischt, schreibe ich Euch eine Bibel dafür. Das würde dann TestamentNT oder so.

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Ein paar Gedanken zum Kriegsvölkerrecht

Geschrieben von califax am Mittwoch, 21. Januar 2009

Das Kriegsvölkerrecht ist Vertragsrecht. Es verpflichtet die Unterzeichner neben den Bestimmungen zum Umgang mit Kriegsgefangenen, nur militärische Ziele anzugreifen und das eigene Militär von Zivilisten fernzuhalten und deutlich als Militär erkennbar zu machen. Wer die Regeln dieses Vertrages bricht, verliert den durch diesen Vertrag eingeräumten Schutz. Insbesondere sind alle militärisch genutzen Objekte, egal ob Häuser oder Krankenwagen legitime militärische Ziele.
(Das geht unter anderem auf eine deutsche Meisterleistung zu Beginn des ersten Weltkriegs zurück, als aus den Fenstern eines deutschen Krankenhauses mit Maschinengewehren das Feuer auf sich zurückziehende russische Einheiten eröffnet wurde, die vorher wegen der kriegsvölkerrechtlichen Immunität von Krankenhäusern auf eine Durchsuchung des Hospitals verzichtet hatten.)

Kriegsverbrechen ist es – unter anderem- , kriegsvölkerrechtlich immune Objekte wie Ansammlungen von Zivilisten, besonders von Kindern, Krankenwagen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten oder UN-Gebäude als militärische Stellung zu nutzen oder in ihrer unmittelbaren Umgebung militärische Stellungen zu errichten; sowie ohne Uniform, als Zivilist gekleidet an Kampfhandlungen teilzunehmen. Alle diese Objekte werden durch ihre militärische Nutzung oder ihre Nähe zu militärischen Stellungen zu legitimen militärischen Zielen. Die rechtliche Schuld für die Toten trägt grundsätzlich der Kriegsverbrecher, also derjenige, der seine Stellung so nahe bei den Nichtkombattanten errichtet hat.

Es gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und Effektivität. Das heißt NICHT, daß man nur soviele Leute umbringen darf, wie der Feind (Welcher Idiot hat eigentlich dieses Märchen in die Welt gesetzt?), sondern, daß sich die Kriegsparteien auf solche Mittel beschränken sollen, die den Kriegsschaden möglichst eng auf die militärischen Ziele begrenzen und dabei möglichst schnell zu einem Ende des Krieges führen. Also: Keine Plünderungen unverteidigter Städte sondern gezielte Schläge gegen feindliche Kämpfer.

Der Einsatz von weißem Phosphor ist entgegen der allgegenwärtigen HAMAS-Propaganda übrigens NICHT illegal. Verboten ist der Abwurf von Flächenbrandbomben auf Zivilisten und das gezielte Brandschatzen von Städten wie im II.Weltkrieg. Das war freilich schon vor der Erfindung von Flugzeugen so.

Die von Israel eingesetzten Nebelgranaten sind genau das: Nebelgranaten. Ob die mit Phosphor oder mit Zeitzünder gezündet werden, spielt kriegsvölkerrechtlich keine Rolle. Übrigens kann jeder mit einem Blick auf den Fernsehapparat selbst die Legalität dieser Granaten nachprüfen: Wären sie Teil der von der Genfer Konvention verbotenen Munition, gäbe es keinen Gazastreifen mehr, sondern nur noch einen Haufen Brandreste.
Es gibt da immer wieder ein großes Mißverständnis: Das Völkerrecht dient eben NICHT dazu, demokratische Staaten wehrlos zu machen, sondern soll lediglich die schlimmsten Exzesse des Krieges abmildern. Damit ist es schon reichlich überfordert, wie ausgerechnet die Kriegsführung derjenigen Staaten und Kriegsparteien zeigt, die üblicherweise am lautesten die UNO anrufen.

Interessant ist, daß ausgerechnet das sonst nicht gerade judenfreundliche Rote Kreuz bestätigt hat, daß die israelischen Nebelwände kriegsrechtlich legal sind. Was wohl daran liegt, daß man sich beim Roten Kreuz damit einigermaßen auskennen muß. Der neutrale Sanitätsdienst zwischen Fronten ist numal die ursprüngliche und hauptsächliche Aufgabe des Roten Kreuzes.

Ebenso interessant ist, was der Spiegel in der Schlagzeile daraus gemacht hat: Das Rote Kreuz verteidige den Phosphoreinsatz der IDF. Wenn das Rote Kreuz jemals irgendetwas verteidigt hat, dann war es ganz sicher nie der Einsatz irgendeiner noch so harmlosen Waffe…
Aber für den Onlinespiegel muß eben alles schwarz und weiß sein. Neutralität? Was ist das?

Weiterhin gilt die moralische Verpflichtung, die Zivilbevölkerung zu warnen, bevor man angreift, damit die Nichtkombattanten den Kopf einziehen können. Die IDF versucht das mit Radio, Fernsehen, Flugblättern, SMS und Telefonanrufen und kündigt die Bombardierung von Gebäuden oft bis zu einen Tag vorher an.

Wie die HAMAS handelt, ist bekannt. Gäbe es die Absperrung Gazas nicht, wären auch die letzten Jahre ständig Cafes, Schulbusse und Imbisstände in Israel in die Luft gesprengt worden. Stattdessen wurden eben Raketen und Artilleriegranaten abgeschossen und immer wieder die Grenzübergänge angegriffen. Natürlich nur, wenn man gerade nicht damit beschäftigt war, die eigenen palästinensischen Nachbarn innerhalb des Gazastreifens zu massakrieren.

Und nun wird es wirklich spannend. Wer ist in diesem Krieg eigentlich an das Kriegsvölkerrecht gebunden?
Die HAMAS hat die entsprechenden Verträge nicht unterschrieben. Sie ist deshalb nicht an die entsprechenden Verpflichtungen gebunden und hat auch kein Recht auf ihren Schutz.
Ein palästinensischer Staat, der die Verträge unterzeichnet hätte, existiert nicht und hat nie existiert. Eventuelle alte Verträge der PLO oder Fatah werden von der HAMAS nicht anerkannt.

Israel hat zwar unterschrieben, ABER: das Kriegsvölkerrecht gilt ja nur für Kriege zwischen Staaten, sowie deren Parteigänger, WENN und nur wenn, die Staaten und Parteien die entsprechenden Verträge unterschrieben haben oder sich anderweitig zu ihnen bekennen und sie einhalten.
Das tut die HAMAS nicht. Israel hält sich in seiner Kriegsführung derzeit zwar an eine sehr eingeengte Interpretation des Kriegsvölkerrechts (so eng, wie sie sonst kein anderer Staat im heißen Krieg praktiziert), aber da der Gegner die Vertragsbedingungen nicht einhält, ist es auch nicht daran gebunden. Den aus dem Kriegsvölkerrecht resultierenden Schutz hat Israel sowieso noch nie bekommen. Für seine Kriegsgegner war es bisher immer egal, ob israelische Kinder oder israelische Soldaten sterben.
Auch diesmal: Die HAMAS hat dazu aufgerufen, weltweit Juden und Israelis zu ermorden. Wen interessiert schon, ob das Soldaten sind?

Das Kriegsvölkerrecht schützt und verpflichtet beide Parteien nicht. Israel hält sich trotzdem dran und geht noch weit darüber hinaus, was der IDF ernsthafte militärische Nachteile bringt, wenn beispielsweise IDF-Truppen aus UN-Gebäuden beschossen werden. Das Kriegsvölkerrecht würde die sofortige Einebnung dieser Gebäude erlauben, ebenso wie es die Jagd nach UNRWA-Mitarbeitern und deren kriegsgerichtliche Prozessierung erlauben würde, da die Mitarbeiter des UNRWA schon ziemlich lange von der HAMAS bezahlt werden.
Der letzte prominent gewordene UNRWA-Schuldirektor war – nach HAMAS-Angaben – der Chef der HAMAS-Artillerieabteilung und verantwortlich für zahllose Angriffe auf israelische Zivilisten. Die HAMAS hat ihn mit allen Ehren begraben und seine militärischen Verdienste gewürdigt, während UNRWA noch herumposaunte, er wäre ein Zivilist gewesen.

Ergo: Man kann noch froh sein, daß sich das Grauen dieses Krieges nicht so ausgedehnt hat, wie bei der Ausrottung der palästinensischen Bewegung in Syrien. Was wohl schlicht daran liegt, daß Israel ein demokratischer Rechtsstaat mit Meinungsfreiheit ist. Es gibt Grenzen für das, was die israelische Öffentlichkeit ihren Streitkräften zumutet und zugesteht.

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Brechreiz

Geschrieben von califax am Mittwoch, 21. Januar 2009

Krieg ist das letzte.
Und der Dauerkrieg in Nahost ist einer ekelhaftesten Kriege auf der Welt. Nicht, weil er so wahnsinnig viel Leid verursacht – ein durchschnittlicher Krieg wütet sehr viel schlimmer – sondern weil es bei diesem Krieg so viele Leute gibt, die meinen, man müßte das ganze auch noch vom bequemen Sofa aus verherrlichen und die Opfer für mieseste Kampaignen und Revoluzzergehabe mißbrauchen.

Und scheinbar ist keine Lüge so dumm und mies, daß man sie nicht ins Feld führen könnte, um sich unter irgendeinem Hetzplakat zu suhlen.
Gerade geht das Gemetzel in Gaza weiter – diesmal wieder die Hamas gegen die eigene Bevölkerung. Das UNRWA hat erstmal alle Hilfslieferungen eingestellt, weil die HAMAS die Hilfstransporte beschießt und plündert.
Es sind wohl einfach noch nicht genug Menschen für diesen „Widerstand des palästinensischen Volkes“ verreckt.
Und das ist ekelhaft.

Ich kann Haß und Wut bei Leuten verstehen, die dort leben, die das ständige Hin und Her aus Terror, Ausbeutung und Kampfhandlungen über sich ergehen lassen müssen. Aber die europäischen Sofarevoluzzer, die je nach ihrer Präferenz über Bombardements oder Terroranschläge jubeln, sind das letzte.
Das absolut allerletzte.

Denn diesen Leuten, den „Freunden“ Palästinas und Israels ist es in Wirklichkeit scheißegal, wie es den Palästinensern oder den Israelis geht. Sie wollen sich nur mit dem Blut und Leid anderer Leute als Vertreter der einzig guten Sache fühlen.
Und das ist widerwärtig.

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Der einsame Rufer im Walde

Geschrieben von califax am Dienstag, 20. Januar 2009

Artikel in der Welt Online:

Der nordrhein-westfälische SPD-Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte Reinhard Schultz hat von seiner Partei verlangt, „die richtigen Lehren aus dem Hessen-Debakel zu ziehen“.

Dazu gehört, so sagte Schultz der „Leipziger Volkszeitung“, die Erkenntnis, „dass die SPD für die gesellschaftliche Mitte im Fall einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht mehr wählbar ist“.

Schultz erinnerte daran, dass die NPD eine Zeit lang in einigen westdeutschen Landtagen gesessen sei. „Die CDU ist mit dieser Herausforderung trotz aller Versuchungen sehr gut fertig geworden. Sie hat als eher rechte Volkspartei politische Integrationsaufgaben am rechten Rand. Die SPD hat dieselbe Aufgabe am linken.“

Von seiner Partei erwarte er zudem inhaltliche Klarheit und Sinn für die soziale und wirtschaftliche Machbarkeit: „Ausflüge in technisch nicht machbare ökologische Phantasien oder in nicht finanzierbare sozialpolitische Betüttelungsprogramme ohne Gegenleistung sind das Privileg von sektenähnlichen Lobbygruppen, aber nicht das Recht einer linken Volkspartei, die für die Menschen heute und in der Zukunft Verantwortung hat.“

Nicht, daß er damit in der SPD noch eine Chance hätte. Im Gegenteil: bei gewissen internetaffinen Nachwuchssozialdemokraten und ihren Vorbetern gilt diese simple Erkenntnis als unerträgliche Feindpropaganda. Mal schauen, wann die SPD-interne Diffamierungskampaigne gegen Schulz losgeht. Und damit schon beim Lesen des Artikel nicht auf die Idee kommt, Schulz verträte eine Position, die die SPD auf ihrem SED-Kurs noch beeinflussen könnte:

Der stellvertretende hessische SPD-Vorsitzende Manfred Schaub rät seinen Parteifreunden in anderen Ländern und im Bund, auf Koalitionsaussagen zu verzichten.

Tja. Für Linksradikale ist eben nie der eigene Verrat an der Demokratie das Problem. Sondern nur, daß man die Kaderlinie nicht richtig kommuniziert hat. Wen will der Typ eigentlich noch verarschen? Jeder weiß inzwischen, daß dieses „keine Koalitionsaussage vor der Wahl“ eben gerade eine sehr deutliche Koalitionsaussage ist. Es ist der Versuch, die angestrebte Neugründung der SED von oben als bedauerlichen Arbeitsunfall nach der Wahl darzustellen.

Die Sozialdemokratie als Polithure der Kommunisten. Mir ist speiübel.

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Currywurscht

Geschrieben von califax am Montag, 19. Januar 2009

Wenn die Frau nicht daheim ist, macht das Kochen keinen Spaß. Weil man aber trotzdem etwas essen muß, schlägt die Stunde des Fastfoods:

Suppenwürfel in einer Tasse Wasser auflösen.  Zirka ein halbes Pfund Tomatenmark mit der Brühe im Topf verquirlen. Ein gutes Stückchen Butter zu geben und mit etwas Zucker abrunden. Ab jetzt gibt es drei Varianten: Für den metrosexuellen Mann mit gediegenem Kosmetikgeschmack und andere Mädchen gebe man einen Teelöffel indisches Curry zu und dicke mit Mehl an. Für Erwachsene und solche, die es werden wollen, dicke man mit einer Mischung  indisches Curry : Mehl – halb und halb an. Die männliche Variante für Helden verzichtet aufs Mehl und dickt mit mehreren Eßlöffeln indischem Curry an. Während die Sauce nach dem Aufkochen durchzieht und scharf wird, brate man eine gute Bratwurst. Diese wird dann in Scheiben geschnitten und in die Sauce gegeben.

Mahlzeit.

Nachtrag: Die ersten beiden Varianten kann ich natürlich nicht empfehlen, weil sie nicht männlich genug sind. Was die dritte Variante betrifft, so stelle man sich eine geschlossene Toilettentür vor, durch die sich nach einer kurzen Schamfrist ein gellender Schmerzensschrei hindurchsägt, welcher durch die berstenden Fensterscheiben schlägt und über Berge und Wälder heult und dabei alle Hunde, Katzen und Hühner verschreckt. Natürlich habe ich nicht geschriehen. Nur ein bisschen gewimmert vielleicht. Aber ich kann auch die dritte und leckerste Variante nicht uneingeschränkt empfehlen.

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Gute Beobachtung

Geschrieben von califax am Freitag, 9. Januar 2009

Auf der Achse des Guten gibt es kurz und knackig eine strukturelle Auffälligkeit der Diskussionen über Kultur, Kulturverfall und Kulturrelativismus mitzunehmen.

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So zwischendurch…

Geschrieben von califax am Donnerstag, 8. Januar 2009

Demnächst kommt wahrscheinlich wieder ein Panorama und ein paar Kommentare aus dem Irrenhaus Deutschland. Aber erst einmal als Zwischenspiel für alle, die wie ich den galoppierenden Wahnsinn nur noch mit schwarzem Humor ertragen können: Zwei Videos von der Jüdischen Weltverschwörung, die ich hiermit für den frisch auf meinem Gurkensalat gewachsenen Preis TOP-2.0×4 – Beste webbasierte Therapiemaßnahme nominiere. Unten könnt Ihr schonmal mit der Abstimmung beginnen.

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