The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Weblog-Archiv für 16. August 2008

Zitat des Tages

Verfasst von califax am Samstag, 16. August 2008

Woher diese nachgerade absurde Sympathie angeblich demokratischer Sozialisten für ein Land, das das Gegenteil von demokratisch und von sozialistisch ist?

[...]

Die Erklärung ist aus meiner Sicht viel einfacher: wenn Georgien der Hauptschuldige für den Krieg war, hat das für Deutschland so gut wie keine Konsequenzen, wenn es aber Russland war, hat das erhebliche Konsequenzen, die um so mehr gefürchtet werden, je weiter links ein Beobachter steht. Wenn Russland kein harmloser sondern ein höchst gefährlicher Nachbar ist, müssen wir Deutschen und Europäer uns vor ihm schützen. Unser Militär ist dann nicht nur für humanitäre Auslandseinsätze in exotischen Weltregionen erforderlich, wir brauchen es hier und zwar mehr davon als bisher. Wir brauchen auch wieder ein engeres Bündnis mit den USA, wahrscheinlich auch wieder reichlich amerikanische Truppen in Europa. Eine solche Perspektive ist nicht nur für extreme Linke, sondern auch für demokratische Sozialisten und sogar für die meisten Liberalen ein Gräuel. Sie werden mit aller Kraft den Kopf in den Sand stecken, ehe sie zugeben, dass etwas geschehen ist, was solche Konsequenzen hat. Es ist die gleiche Haltung, mit der die „Friedensbewegung“ früher ihre Ablehnung der Stationierung der Pershing und Cruise Missile begründet hat. Sie leugnete einfach, dass von der Sowjetunion wirklich eine Gefahr ausging und hat sicherlich auch selbst an dieses geschönte Bild geglaubt.

(Quelle: Abraham in Zettels kleinem Zimmer.)

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