Die Befriedung läuft jetzt
Verfasst von califax am Dienstag, 12. August 2008
Nachdem die russischen Truppen die georgischen aus dem Feld geworfen haben, haben die Freischärler jetzt freie Hand. Abchasien und Ossetien werden durch die Milizen von georgischen Zivilisten gesäubert.
Auf CNN läuft gerade eine Pressekonferenz, in der der georgische Präsident darüber redet. Sarkozy steht daneben und probiert es mit fröhlichem Lächeln.
Mir wird schlecht.
Nachtrag:
Das ZDF hatte gerade eine Telefonleitung nach Gori. Südossietische Freischärler kämpfen in der Stadt und werden von einer großen Anzahl russischer Panzer gedeckt. Die Bevölkerung flieht in Panik. Wie vorherzusehen war, lehnen die Freischärler Verhandlungen mit Georgien ab. Dies war die russische Bedingung für einen Waffenstillstand. Auf CNN wurde aus einer Pressekonferenz der Auftrag der russischen „Friedenstruppen“ zitiert: Der Schutz von Verwaltungsgebäuten und Polizeistationen. Menschen oder Wohngebiete wurden nicht erwähnt.
Die Kämpfe gehen jetzt also weiter.
Man hat lediglich die russische Blitzkriegsstrategie abgebrochen und versucht jetzt, die Hauptlast der Kämpfe wieder auf die Freischärler zu verlagern. Ohne starke Verwicklung der Russen in Häuser- und Guerrillakämpfe bei gleichzeitiger Luftherrschaft und Belieferung der Freischärler ist ein Angriff auf Tiflis wieder möglich. Dieser würde zu monatelangen Kämpfen führen. Rußland würde die Verantwortung dafür auf die Unfähigkeit der Georgier zum Friedensschluß schieben und abwechselnd mal Verständnis für die Separatisten äußern und sie dann wieder kritisieren.
Siehe auch:
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Zitat: Russia to Take Peacekeeping Mission in South Ossetia to Logical Conclusion.
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Zitate des Tages: Zwei britische Stimmen zur russischen Invasion Georgiens
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Hintergründe des Kriegs in Georgien (1): In den Krieg geschliddert? Oder gepokert und verloren?
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Hintergründe des Kriegs in Georgien (3): Präsident Saakaschwili schildert den Ablauf der Ereignisse