The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Weblog-Archiv für 9. Juli 2008

„Beck muss weg“

Verfasst von califax am Mittwoch, 9. Juli 2008

sueddeutsche.de: Alles die Schuld des SPD-Parteivorsitzenden?

Güllner: Herr Beck ist nicht die Ursache der Krise, die liegt sehr viel tiefer. Aber Herr Beck hat natürlich die Krise auf Bundesebene erheblich verschlimmert.

sueddeutsche.de: In der SPD gilt die These, Schuld sei vor allem Gerhard Schröder mit seiner verhassten Agenda 2010.

Güllner: Das ist ein ziemliches Missverständnis in der SPD. Die Krise der SPD begann schon weit vor 1998 unter anderem mit einem großen Mitgliederschwund. Schröder hat es geschafft, der Partei wieder ein Zwischenhoch bringen. Es hat nicht lange angehalten und viele die nach 1998 wegen Schröder in die Partei eingetreten sind, sind inzwischen wieder ausgetreten. Auch weil die SPD nie hinter den Schröderschen Reformen stand.

sueddeutsche.de: Es kommt also doch auf die Person an, die vorne steht.

Güllner: Sicher. Schon Adenauer hat plakatieren lassen: Auf den Kanzler kommt es an.

sueddeutsche.de: Es sieht so aus, als falle in der SPD die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten zwischen Beck und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Steinmeier hat durch die Bank die bessere Umfragewerte, was auch mit seinem Amt zu tun haben dürfte. Kann er der Retter der SPD sein?

Güllner: Wenn man glaubt, mit Steinmeier alleine könne man die Rettung der SPD herbeiführen, dann ist das natürlich falsch, das wird nicht gelingen. Er ist aber sicher im Moment der Einzige in der Partei, dem zuzutrauen ist, die Vertrauensverluste der Beck-Ära zum Teil wieder gut zu machen.

sueddeutsche.de: Warum kann Beck das nicht mehr?

Güllner: Beck hat zur aktuellen Misere der SPD ganz erheblich beigetragen. Er hat jede Glaubwürdigkeit verloren. Beck ist dabei, die SPD zu ruinieren. Das heißt: Beck muss in jedem Fall weg. Wenn er ein bisschen Größe hätte, würde er das einsehen und die Konsequenzen ziehen.

sueddeutsche.de: Ist das dann die Lösung?

Güllner: Nein, aber die Voraussetzung für einen Neuanfang und vielleicht sogar für eine Renaissance der SPD. Steinmeier würde sicher ein besseres Ergebnis für die SPD erzielen als Beck. Aber seine Nominierung alleine rettet noch nicht die SPD.

Lesen: Süddeutsche.

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Hmmm…

Verfasst von califax am Mittwoch, 9. Juli 2008

Ahmed Rashid ist Pakistans berühmtester Journalist. In seinem Buch „Descent into Chaos“ beschreibt er die Lage Afghanistans seit dem Sturz der Taliban. Die Europäer, so Rashid, hätten die Größe des Konflikts nicht erkannt.

Interview in der FAZ: Die Deutschen sollten sich nicht weigern, zu kämpfen.

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