The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Archiv für Juli 2008

Realsatire

Verfasst von califax am Donnerstag, 31. Juli 2008

Zum Abschluß des Tages noch etwas heiteres.

Es gibt keine Staus mehr, weil alles zur Fußgängerzone erklärt wurde. Ampeln werden gegen Diskokugeln eingetauscht. Die Hauptstraße wird zum Trimm-dich-Pfad und die Stadtwerke bieten an jedem Wasserhahn wahlweise auch Spezi an.

Die Jusos in BaWü glühen schonmal für den Kommunalwahlkampf vor. Na denn! Ich würde mir übrigens noch fliegende Brathähne und galoppierende Schweinebraten wünschen. Und einen Hex-Hex-Zauberstab für jedermann. Und jeden Tag schönes Wetter. Und daß sich alle ganz doll liebhaben. Und Häuser aus Knusperkeks! Und daß die Autos nur noch mit Schokosofteis fahren und aus dem Auspuff kunterbunte Seifenblasen blubbern, aber die dürfen nicht aus In-die-Augen-brenn-Seife sein sondern aus suuuuuupersüßer Himbeerlimo! Ei fein, so toll kann Politik sein!

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Vorschlag zur Selbstreinigung

Verfasst von califax am Donnerstag, 31. Juli 2008

Da in der SPD jetzt ein Selbstreinigungsprozeß stattfindet, in welchem man sich von einem trennt, der als schuldig gilt, „die sozialdemokratischen Werte überall dort, wo er auf sie traf, zu verraten und zu verkaufen„, hätte ich einen weitergehenden Vorschlag zum konsequenten Absichern dieser neuen sozialdemokratischen Werte zu machen.

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Panorama

Verfasst von califax am Dienstag, 29. Juli 2008

Schreckenszenario: Nach einer Meldung des BR wollen sich Maget und Beckstein nun doch ein Fernsehduell liefern. Das wird ein Wettrennen im Ministry for silly walks. Ich weiß nicht, ob ich mir das wegen der Situationskomik anschauen oder wegen der Peinlichkeit weglaufen soll. Meckmeckmeck – höhöhö im Fernsehen mit diesen Fisagen unterlegt. Von den angepriesenen Inhalten gar nicht zu reden. Bleibt uns denn gar nichts erspart?! Hier ein Artikel in der Sueddeutschen.

Auf Spiegel Online: Der Spindoktor spinnt wieder am Rad der Geschichte. Vielleicht hat er auch nur ein Rad ab. Wer es den Nornen gleichtun will, kann sich ja schon mal verhaspeln, ne? Aber wie verzweifelt muss der Kerl eigentlich sein? Ich bin gespannt, was als nächstens kommt.

Riesenempörung weil vernünftige Menschen halt was überziehen, wenn’s kühl wird. Exemplarisch hier im Spiegel. Also wir haben ja bis in meine Jugend hinein auch nur sparsam geheizt, und das liegt gerade mal 15 Jahre zurück. Aber das war halt eine sozialistische Braunkohleheizung, und wir hatten teilweise selbstgestrickte sozialistische Pullover aus Wolle von volkseigenen Schafen. Da war das deshalb gar keine soziale Kälte sondern ein viel ursprünglicheres Leben ohne den heute so furchtbaren Konsumfaschismus, ne? Ich war damals allerdings seltener erkältet als heute…

Aus Westsibirien gibt es Neues über Ypsilantis Weg zur Knechtschaft.

Und selten genug, aber dennoch wahr: Etwas interessantes in der TAZ.

Nachtrag: Ausrüstungsprobleme und Soldatenwünsche bei GeoPowers.

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Greenpeace für die ganze Familie

Verfasst von califax am Dienstag, 29. Juli 2008

Gefunden beim Soeder. Christian Soeder. Nicht, der, den Sie jetzt wieder denken.

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EU

Verfasst von califax am Dienstag, 29. Juli 2008

Es gibt verschiedene Blickwinkel auf Europa, die verschiedenen Auffassungen über Machtverhältnisse, Legitimation und Zukunft der EU entsprechen. Das wird jetzt ein Gebrabbel über europäische Facetten, Aussichten und Strategie. Vielleicht hilft es mir, Ordnung in meinen Kopf zu kriegen.

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Ein Scharlatan weniger

Verfasst von califax am Freitag, 25. Juli 2008

Nichtexistente Heilkräuter, die aber eingetragene Markennamen des Hauptsponsors sind, ein Professor der Medizin, der niemals Medizin studierte, Tee als Krebsprophylaxe. Die Zeit berichtet über den Abschuß von Bankhofer und – man staunt! – verlinkt die Quellen der Freude.

Rundum informiert wird man bei Boocompany und Stationäre Aufnahme.

Siehe auch: Siechtum für alle!

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Herr, wir flehen Dich an! Wirf Hirn vom Himmel und Jung aus dem Amt!

Verfasst von califax am Donnerstag, 24. Juli 2008

Am Rande einer Nahkampfdemonstration wies Jung auf die Wichtigkeit dieser Fähigkeiten im Einsatz hin, da der Einsatz der Schusswaffe nur das letzte Mittel sein könne und somit der Nahkampf ein entscheidendes Mittel der Deeskalation sei.

(Quelle: Einsatznah ausbilden, Seite 4: aktuell – Zeitung für die Bundeswehr Nr. 29, Berlin 21.Juli 2008.)

Hervorhebung von mir. Hinweis von GeoPowers. Ich gehe jetzt leise weinen.

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Rette sich, wer kann…

Verfasst von califax am Mittwoch, 23. Juli 2008

…es ist Angst am Werk.

Du ertrinkst in einem Tränenmeer.

Der Hilfskader des Sozialismus, Franz Walter, wünscht sich allen ernstes die Troika Schröder-Scharping-Lafontaine zurück:

In einer rational durchkomponierten Flügelstruktur müsste sich die SPD infolgedessen auf einen Vorsitzenden einigen, der nach innen schaut, die heiligen Traditionen der Partei ernst nimmt, den Untergliederungen Mut macht, die verschiedenen Flügel zusammenbindet.

Scharping.

Sie müsste sodann einen Kanzlerkandidaten nominieren, der über genügend Raum und Freiheit vom tonangebenden Kern der Partei verfügt, der nicht introvertiert agiert, sondern in die Grenzwählerschaften zur SPD im mittleren Bereich des Spektrums ausstrahlt – und dabei den Rückhalt des Parteichefs genießt.

Schröder.

Und sie bräuchte des Weiteren einen Tribun ganz vorne in der ersten Garnitur, der mit populistischem Instinkt und sicherer Witterung für Emotionen auch die Gefühlslagen diesseits der Mitte spürt und sie in griffige Maximen übersetzt.

Lafontaine.

Wie gut so etwas funktioniert, wissen wir alle. Aber wir wissen auch, wie gut die Politik funktioniert, die der Göttinger mit seinen Schnapsideen gern durchgesetzt hätte.

Rette sich, wer kann

Doch Du kannst nicht mehr.

Du ertrinkst in einem Tränenmeer.

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Gummizellenpolitik

Verfasst von califax am Mittwoch, 23. Juli 2008

Die Probleme gehen niemals aus, es können laufend neue hinzudefiniert werden. Irgendwann gehört jeder zu einer Problemgruppe. Was ist mit den Fernsehsüchtigen, den Autosüchtigen, den Kaufsüchtigen? Verdienen sie nicht ebenso Zuwendung, Beratung und Hilfe wie Raucher und Übergewichtige? Bis alle ein drogenfreies, gesundes, wohl temperiertes Leben ohne Exzesse führen bleibt noch viel zu tun. Ob die Bemühungen des Staates solch einen Olymp der Vernunft herbeiführen werden, ist allerdings fraglich. Denn je häufiger die Obrigkeit dem Einzelnen auf den Pfad der Tugend führt, desto mehr verliert er seine Fähigkeit selbst zu urteilen. Der Citoyen degeneriert zum rundum betreuten Volltrottel. „Die Tendenz Europa in einen Kindergarten zu verwandeln,“ schreibt die Schriftstellerin Thea Dorn, „greift die Fähigkeit des Einzelnen an, Situationen richtig einzuschätzen und sich dementsprechend zu verhalten.“

Lesen: Spotlight: Problemgruppen wohin man blickt.

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Panorama

Verfasst von califax am Dienstag, 22. Juli 2008

In den letzten Tagen gab’s wenig Zeit zum Bloggen. Zumindestens für die nächsten zwei, drei Wochen wird sich das auch nicht ändern. Höchste Zeit für die Linksammlung.

Wer nicht im Sozialismus gelebt hat, kann sich manches einfach nicht vorstellen. Literaturbegeisterte Proleten zum Beispiel. Einen wunderbaren und unbedingt lesenswerten Rückblick auf die rote Zeit gibt es hier: Bücher für die „Blöden“.

Wenn Frankophile zur Tastatur greifen, geht’s fast immer ums Essen. Und meistens kommt auch was lesenswertes dabei raus: Gedanken zu Frankreich (25): Ein Hamburger in Paris. Nebst Erinnerungen an fünfzig Jahre Speisen in Frankreich.

Für den Fall, daß man sich noch wundert, warum der Broder die Welt für ein Irrenhaus hält: Hier lesen.

Das Verhältnis einer Gesellschaft zu ihrer Armee ist nicht zuletzt ein Indiz für den Zustand dieser Gesellschaft.

(Richard Wagner: Wer hat Angst vor der Bundeswehr)

Und der Securitate-Offizier, der mich 1984 in Temeswar verhört und verprügelt hat, wurde im Januar 1990, nach dem Sturz Ceausescus, stellvertretender Chef des neuen Geheimdienstes meiner Heimatstadt. Damit hat es also vielleicht auch zu tun, daß ich immer noch keine Akteneinsicht habe. Aber ich habe etwas anderes, ein Privileg vielleicht. Ich kann mich öffentlich dazu äußern[...]

(Das rumänische Kulturinstitut und die alten Securitate-Kader)

NGO-Arbeit: Kampf gegen Klitorisverstümmelung und für zukünftige Berufschancen im Irak.

Das war’s erstmal. Keine Zeit, die Zeitungen zu lesen.

Nachtrag: Dieser Kommentar von Zettel wäre mir beinahe durchgeschlüpft.

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