The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Archiv für Juni 2008

Gütiger Himmel!

Verfasst von califax am Montag, 30. Juni 2008

Peter Scholl-Latour macht auf Phoenix aus seinem Herzen keine Mördergrube: Direkt aus Afghanistan abziehen, ohne vorher das Land zu stabilisieren und dafür direkt in Burma und Simbabwe einmarschieren. Leidet der Kerl jetzt an Alterswahnsinn?! Hat der Heimweh zum Vietnamkrieg?

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Blogorama

Verfasst von califax am Montag, 30. Juni 2008

Als Panorama ein paar Blogeinträge:

Boche spießt bei B.L.O.G. „die Sprache der Bervormundung“ (sic :-) ) auf.

Statler hat keinen Bock mehr. Sehr, sehr schade. Statler und Waldorf habe ich sehr lange sehr gern gelesen. Das war das erste deutschsprachige Blog, bei dem ich Dauerleser wurde. Angefangen hatte ich mit amerikanischen Blogs während des letzten Irakkriegs. Statler und Waldorf und Zettels Raum waren für mich sehr schnell die beiden Eckpfeiler der deutschen politischen Blogosphäre. Man musste bei weitem nicht immer zustimmen. Oft war ich völlig anderer Meinung. Aber es lohnte sich immer, die Beiträge zu lesen. Jetzt bleibt nur noch Zettel. Aber vielleicht kommt Statler ja irgendwann zurück. Oder es findet sich ein Nachfolger. Ein bisschen mehr politisches Denken als es für das Nachplappern von Parteipropaganda nötig ist, täte nicht nur Kleinbloggerdorf gut. Eine Atmosphäre des Nachdenkens, der Wirklichkeitsnähe und der höflichen Debatte ist die Basis jeder guten Politik, egal von welcher Partei sie jeweils ausgeht.

Silvana Koch-Mehrin spießt Seehofer auf: Seehofer will die Bananenkrümmung.

Zettel meckert über linke Spießer.

Dr. Wolfram Weimer fordert die Abschaffung der Wehrpflicht.

Zettel schiebt gleich noch einen außen- und sicherheitspolitischen Denkanstoß mit (nun nicht mehr) leicht irreführendem Titel hinterher.

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Todesstrafe

Verfasst von califax am Montag, 30. Juni 2008

Beer7 hat etwas veröffentlicht, daß in weiten Teilen Europas skandalös  wirken muss, nämlich eine Argumentation für die Hinrichtung arabischer Terroristen. Anlaß für ein Selbstgespräch.

Bei Diskussionen um die Todesstrafe werden meist drei Dinge vermischt, die man möglichst getrennt betrachten und bewerten sollte. Natürlich beeinflussen sich diese drei Aspekte gegenseitig sehr stark. Ich glaube aber, daß man viel gewinnt, wenn man sie als unterschiedliche Blickwinkel auf das Problem behandelt und jeden dieser Blickwinkel gleichberechtigt mit den anderen Blickwinkeln nutzt, um ein besseres und umfassenderes Bild zu bekommen.

Das eine ist nun also die Todesstrafe als Instrument der Bestrafung gegen Feinde der Gruppe. Sie soll schwächend und angsterzeugend nach außen wirken. Das zweite ist der Drang zur  Maximalstrafe als Mittel der Rache und der sozialen Selbstvergewisserung. Hier soll die Strafe stärkend und heilend nach innen wirken. Das dritte ist die Bekämpfung von Feinden zur Beseitigung von Gefahrenquellen oder Widerständen.

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:-(

Verfasst von califax am Sonntag, 29. Juni 2008

Wer so viele Bälle verschenkt…

Aber immerhin ist die Truppe so weit gekommen. Eine EM hat immer nur einen Gewinner und alle anderen müssen verlieren. Das nächste Mal vielleicht. Wir kommen wieder.

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Herrjehminee, diese Akademiker!

Verfasst von califax am Freitag, 27. Juni 2008

Nun schaue man sich doch bloß einmal an, was der Zettel diesem schönen unschuldigen Spiel antut! Es ist ja zum Haareraufen! Wo vernünftige gereifte Menschen ein wohlüberlegtes „Arsch hoch und machtse platt jetzt!“ äußern, elaboriert der eine halbe Wissenschaftskolumne zusammen.

Herrjehminee, diese Akademiker…

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Upsalla!

Verfasst von califax am Freitag, 27. Juni 2008

Da steht so eine Zahl: 5.039 Views.

Das ist ungefähr das, was man am Tag kriegen müsste, um von Meinungsbildung sprechen zu können.

Ab 20.000 Views pro Tag kann man davon träumen, Korrektiv oder Konkurrenz zur etablierten Presse zu sein. Davon halluzinieren ja ziemlich viele Blogger. Ab 50.000 Views täglich könnte man ernsthaft überlegen, kommerziell zu bloggen. Die Blogger, die davon halluzinieren, werden an der Blogbar regelmäßig einer Sparringtherapie unterzogen. Wer 200.000 am Tag schafft, kann von neuer Medienmacht und Blogrevolution sprechen, ohne belächelt zu werden.

Jetzt sind es 5.040 Views.

Angefangen hat dieses Experiment am 6. März 2008, natürlich mit einem Hallo Welt! Die Entscheidung kam IIRC am 3. März. Oder am Wochenende direkt davor.

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Lektüretip heute

Verfasst von califax am Donnerstag, 26. Juni 2008

Reinhard Iben hat ein 117 Jahre altes Buch gelesen und mich restlos verblüfft. Also ist das jetzt ein Metalektüretip. Also für Perlfrickler ein $$lektüre. **book für seriöse Frickler. Und möglicherweise ein peinlicher Text für all die sozialistischen Leugner und Revisionisten. Denn man konnte es wissen. Und es konnte auch gar nicht anders kommen. Und nein, es war keine fehlerhafte Umsetzung. Es war genau das, was Sozialisten anstreben.


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Abiturniveau

Verfasst von califax am Mittwoch, 25. Juni 2008

Abituraufgabe an unsere Politiker: Sollte man Schüler auf ein intellektuell anspruchsvolles Leben vorbereiten, in dem die Erwachsenen mit echten Problemen zu kämpfen haben, oder sollte man sie vor der Realität beschützen, bis sie dann nach der Schule ins kalte Wasser geworfen werden?

Anders formuliert: Wer ist nach dem Abitur besser auf eine akademische Tätigkeit oder eine Führungsposition in Firmen, Parteien, Behörden oder Streitkräften vorbereitet? Ein deutscher Abiturient oder jemand, dessen Abiturprüfung locker solche Aufgaben enthält?

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Schlechte Zeiten

Verfasst von califax am Mittwoch, 25. Juni 2008

In unserer hektischen Zeit wird jedes zweite Phrasendreschen in den Medien damit eingeleitet, daß gerade heute in unserer hektischen Zeit und so weiter. Gerade ging es um die Wichtigkeit von ausreichendem Schlaf, speziell um das Nickerchen. In unserer heutigen hektischen Zeit bekommt man das nämlich nicht mehr ausreichend.

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Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf

Verfasst von califax am Dienstag, 17. Juni 2008

Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?

Bertolt Brecht

Heutiger Lesetip: 17. Juni 1953 (Bundeszentrale für politische Bildung)

Nachtrag:

Das Lied der Partei

Sie hat uns alles gegeben.
Sonne und Wind und sie geizte nie.
Wo sie war, war das Leben.
Was wir sind, sind wir durch sie.
Sie hat uns niemals verlassen.
Fror auch die Welt, uns war warm.
Uns schützt die Mutter der Massen.
Uns trägt ihr mächtiger Arm.

Refrain:

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!
Und, Genossen, es bleibe dabei;
Denn wer kämpft für das Recht,
Der hat immer recht.
Gegen Lüge und Ausbeuterei.
Wer das Leben beleidigt,
Ist dumm oder schlecht.
Wer die Menschheit verteidigt,
Hat immer recht.
So, aus Leninschem Geist,
Wächst, von Stalin geschweißt,
Die Partei – die Partei – die Partei.

Sie hat uns niemals geschmeichelt.
Sank uns im Kampfe auch mal der Mut,
Hat sie uns leis nur gestreichelt,
zagt nicht und gleich war uns gut.
Zählt denn noch Schmerz und Beschwerde,
wenn uns das Gute gelingt.
Wenn man den Ärmsten der Erde,
Freiheit und Frieden erzwingt.

Refrain

Sie hat uns alles gegeben,
Ziegel zum Bau und den großen Plan.
Sie sprach: Meistert das Leben,
Vorwärts Genossen packt an.
Hetzen Hyänen zum Kriege,
Bricht euer Bau ihre Macht,
Zimmert das Haus und die Wiege,
Bauleute seid auf der Wacht.

Refrain

Louis Fürnberg, 1950

Übersetzung für normale Menschen: Bitte, bitte erschießt mich nicht!!!

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