Sozialismus halt
Verfasst von califax am Dienstag, 27. Mai 2008
Bei den Liberalen drüben rauft man sich die Haare:
Man möchte eine Bastiat-Gesamtausgabe nehmen und sie dem Verfasser dieser Zeilen auf den Kopf hauen. Bis er oder sie begreift. Immer druff auf den Kopf, der so viel ökonomischen Unsinn enthält!
Täte denen nicht weh, die haben längst alles organische oberhalb der Mundhöhle mit Gesamtausgaben von Marx, Lenin und Trotzki abgetötet. Die merken im Leben nichts mehr.
Das Geld wird aus der einen Tasche genommen und in die andere geschoben. Und wie durch Zauberei entstehen dadurch Arbeitsplätze. Aus dem Nichts. Weil die Kommunisten das so wollen. Und das aus dem Nichts entstandene Wachstum führt dann zu noch mehr Wachstum.
Diese Arbeitsplätze (die natürlich nicht aus dem Nichts entstehen sondern nur andere ersetzen) entstehen aber, und da nehmen sie kein Blatt vor den Mund, vor allem “im öffentlichen Dienst und im öffentlich geförderten Bereich”. Kurzum: Staatsentlohnung ist das Ideal. Nicht der Bürger entscheidet sondern die Bürokratie.
Kommt mir sehr bekannt vor. Erstaunlich, dass diese schmierige Bande damit so offen hausieren geht und sich trotzdem noch Blöde finden, die sie wählen.
Daß keine Arbeitsplätze entstehen, sondern nur welche vom privaten in den staatlichen Bereich verlagert werden, ist ja Zweck der Übung. Man will die Marktwirtschaft abschaffen und eine parlamentarisch kontrollierte Antragswirtschaft errichten. Da wird dann aus Effizienzgründen nur noch produziert oder angeboten, was die Regierung für nötig hält bzw. wofür der potentielle Kunde ein begründetes Bedürfnis nachweisen kann. Mit amtlicher Umweltunbedenklichkeitserklärung, Antragsberechtigungsnachweis, Personalausweis und Geburtsurkunde.
Dieses Wirtschaftskonzept nennt sich Demokratischer Sozialismus. Da gibt es dann kaum noch relative Armut. Denn wenn sich der Nachbar auch kein Auto leisten kann, muss man auch nicht neidisch sein. So einfach geht Gerechtigkeit.
Wenn die ernsthaft damit an die Macht kommen und versuchen, das umzusetzen, wandere ich aus. Wer das letzte mal zu lange gehofft hat, hatte plötzlich eine Mauer im Weg. Ich will lieber raus sein, bevor die ihre unbedingt notwendige Schutzmaßnahme vor der räuberischen Kapitalflucht der vaterlandslosen Egoisten errichten müssen. Oder wie das dann begründet wird.
Ohne den ganzen Staat in ein Gefängnis zu verwandeln, kann man keinen Sozialismus errichten, denn sonst hat man schnell ein Land ohne Volk: ohne Akademiker, ohne Maschinen, ohne Künstler, ohne Facharbeiter, ohne Finanzen, ohne Steuereinnahmen. Ohne die Demokratie abzuschaffen, kann man keinen Sozialismus errichten, denn sonst kommt früher oder später die Opposition an die Macht und öffnet die Gesellschaft wieder für privat organisierten Gelderwerb. Der Sozialismus kann nur in einer abgeschotteten Diktatur “funktionieren”.