The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Siechtum für alle!

Verfasst von califax am Freitag, 14. März 2008

Worum geht es, wenn im Öffentlich-Rechtlichen voller Inbrunst über Darmkrebs, Verdauungsstörungen, Magenblutungen, Verstopfungen, Blähungen, Herzinfarkte, Nierenversagen, Leberschäden, Brechreiz, Mundgeruch, Impotenz, Monatsblutungen, Migräne, Nasenspülung, Demenz, Alzheimer, Inkontinenz, Erwachsenenwindeln, Blasensteine, Aterienverkalkung, Prostatakrebs, Darmspiegelung, Magenpolypen, Dickdarmtätigkeit, Übelkeit, Schwindelgefühl, regelmäßige Blutdruckmessung, Blutzuckerspiegel, Allergien, Ausschläge, Gelenkschmerzen, Glasknochen, Erblindung, Schluckbeschwerden, Farbe und Geruch von Morgenurin, Konsistenz des Stuhlgangs, etc. gesprochen wird?

Natürlich um die Zubereitung eines richtig leckeren, appetitlichen Mittagessens! Wünsche einen guten Appetit, meine Damen und Herren. Auf Empfehlung des Hauses kredenzen wir dazu einen 95er Eigenurin und 2cl eitrigen Ausfluß als Aperitif. Anschließend eine Kontrastmittel-Hustensaft-Creme auf Blutzuckerspiegel an einem frischen Metastasensalat. Zur Vorspeise gibt es Gebärmutterhalskrebs. Bei ARD und ZDF siechen Sie in der ersten Reihe. Manchmal drängt sich ja der Eindruck auf, das wäre ein Versuch, über eine Art negativen Placeboeffekt das Rentenproblem zu lösen. Aber hat mal jemand an die armen Ärzte gedacht, die so mit ständig neuen Hypochondern überflutet werden? Eines ist klar: Wenn das Rentenalter daraus besteht, Tatort zu gucken und ständig über Krankheiten zu reden, will ich keine Rente. Lieber nehm’ ich mir vorher den Strick.

Wie hat man das mal gelernt: Fernsehen und Mittagessen verträgt sich einfach nicht.

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