The Outside of the Asylum

Wer wird uns vor denen schützen, die wir zu unserem Schutz rufen?

Qualitätsjournalismus

Verfasst von califax am Freitag, 26. Juni 2009

In Teheran herrscht Ruhe, sagt der ARD-Korrespondent in Teheran:

Als er dies das erste mal sagte, berichtete die internationale Presse von Hundertausenden Demonanstanten. Die Teheraner Polizei meldete 1 bis 1,5 Millionen Demonstranten.

Er meldete Ruhe, als die Demonstranten von der iranischen Polizei mit 2 Millionen angegeben wurden und aus dem ganzen Iran Meldungen über Demos und Ausschreitungen kamen.

Er meldete Ruhe als nach dem Freitagsgebet am Samstag ein regelrechtes Blutbad stattfand. Bis zum Morgen fanden Straßenkämpfe statt. Menschen wurden erschossen. Helikopter waren über der ganzen Stadt. Truppenbewegungen fanden statt. Er meldete Ruhe und Alltag.

Und so meldet er jeden Tag Alltagsruhe und keine weiteren Vorkommnisse. Und während dessen findet im Iran ein Staatsstreich Khameneis gegen die islamische Republik statt, werden Menschen auf offener Straße erschlagen und erschossen, wird Neda zur Märtyrerin.

Es wäre nicht das erste Mal, daß sich erst in einer Krise zeigt, daß ein Korrespondent gar nicht dort ist, von wo er angeblich berichtet. Es wäre auch nicht das erste Mal, daß ein westlicher Journalist im Einsatz in einer Diktatur durch Feigheit, Geld oder persönliche Nähe korrumpiert wird.

Veröffentlicht in Fernsehen, Iran, Journaille, Politik, Terror | Verschlagwortet mit : , , , , , | 4 Kommentare »

Update zum Iran

Verfasst von califax am Montag, 22. Juni 2009

Am Samstag hat das Regime auf Khameneis Anweisung mit gewaltsamen Niederschlagung der Proteste begonnen. Ahmadinedschad ist auf ein Marionettendasein reduziert und dürfte ziemlich gründlich sein Gesicht verloren haben. Rafsandschanis Familie wurde vorübergehend verhaftet. Sein Rang als Ayatollah schützt ihn aber nach wie vor. Moussawi wurde von Khamenei ultimativ aufgefordert, die Wahl anzuerkennen oder das Land zu verlassen. Eine Prognose für die Zukunft ist nicht möglich.

nm_security_forces_090620_ssh

Die Straßenschlachten am Samstag waren geplant: Spezialeinheiten der Iranischen Revolutionären Garden (IRG) und Schlägertrupps der Basij-Milizen hatten den Demonstrationsort hermetisch abgeriegelt, so daß die Demonstranten nicht dorthin konnten. So entstand keine geschlossene Großdemonstration wie an den Tagen zuvor. Wieviele Menschen sich durch offenbar gezielt gestreute Gerüchte über ein geplantes Massaker vom Demonstrieren abhalten ließen, ist aus offensichtlichen Gründen nicht herauszufinden. Die Demonstranten, aber auch ganz normale Passanten wurden durch ein Labyrinth aus Straßensperren geschickt und so immer stärker vereinzelt und in Seitenstraßen abgedrängt. Kleine Gruppen wurden dann brutal mit Elektroschlagstöcken, Eisenstangen, etc. zusammengeschlagen. Die Verhaftungswelle wurde stärker. Selbst Geistliche wurden jetzt verhaftet. Es wurde an mehreren Stellen gezielt auf Demonstranten und Passanten geschossen. Die Schüsse zielten auf Brust und Kopf. Offenbar werden jetzt Heckenschützen eingesetzt. Tote und Verwundete werden von den IRG und Basij weggebracht. Ärzte in den Krankenhäusern berichten, daß selbst Schwerverletzte von Basiji und Geheimdienst aus den Betten geholt und verschleppt wurden. Viele Verwundete wurden auf dem Weg zu de Krankenhäuserrn aufgehalten oder verhaftet. Als westliche Botschaften anfingen, Verletzte aufzunehmen und zu behandeln, wurden sie abgesperrt. Außerdem mußten nach Berichten aus den Krankenhäusern besonders viele zerstörte Augen entfernt werden. Nach Augenzeugenberichten haben Milizionäre systematisch Studenten mit Schlagstöcken die Augen ausgestochen. An der Universität Teheran ist eine unbekannte Anzahl von Studenten erschossen wurden. Über der Stadt kreisten Helikopter, die Menschenansammlungen meldeten und eine unbekannte Flüssigkeit auf Menschenansammlungen ausschütteten bzw. versprühten. Die Flüssigkeit erzeugt starke Hautwunden, die als Verbrennungen beschrieben werden, und soll nach Bleiche riechen. Die Augenzeugenberichte über den Einsatz von Schlägertrupps und Mordkommandos mit arabischsprechenden Ausländern häufen sich. Die Araber können oft keinerlei Persisch. Es wird auch von arabischen Teenagern mit Kalaschnikows und Schießbefehl berichtet. Es könnte sich um Kadetten von Hamas oder Hisbolla handeln. Angeblich sind auf dem Flughafen Teheran zwei Flugzeuge mit bewaffneten Hisbollakämpfern gelandet. Berichte über Panzer haben sich nicht bestätigt. Es scheint sich eher um gepanzerte Truppentransporter der IRG und Wasserwerfer zu handeln.

Neda-13485479Die nächtlichen Rufe (Allah Akhbar und Mag bar Diktator) nehmen an Intensität zu. Der Terror der Basiji ebenfalls. Am Sonntag kam es erneut zu Kundgebungen und Straßenkämpfen. Bei einer friedlichen Kundgebung wurde Neda, eine junge Frau, von einem Heckenschützen ermordet. Eine andere junge Frau, ebenfalls mit Vornamen Neda wurde von einem Basij erschossen, der auf einem Motorrad vorbeifuhr. Das führt zu Verwirrung bei der Identifikation: Eine hieß mit Nachnamem Soltan, die andere hieß Salehi. Die eine war 18 und mit ihrer Familie auf dem Weg zum Unterricht. Die andere war 27, Philosophiestudentin und mit Professoren und Kommilitonen an den Protesten beteiligt. Auf die Wirkung hat das keinen Eindruck. Neda ist zur Ikone des Widerstands geworden. Für heute sollte ein Gedenkgottesdienst in einer Moschee stattfinden. Er wurde vom Regime verboten. Sämtliche Moscheen haben strenge Anweisung, auf keinen Fall Gedenkgottesdienste abzuhalten. Die Beerdigung fand kurz nach ihrem Tod unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Merkels Forderung nach einer erneuten Auszählung ist im Iran mit, sanft ausgedrückt, Unglauben aufgenommen wurden. Es geht wegen der Manipulation von Urnen und der Vernichtung von Wahlzetteln nicht um eine neue Auszählung, sondern um eine neue Wahl als absolute Minimalforderung. Die Losung Mag bar Khamenei (Tod Khamenei) wird immer häufiger. Einzelne Oppositionelle sind mit Kalaschnikows und Pistolen bewaffnet und beginnen ihre Waffen gegen Basiji einzusetzen. Die Rede ist von Fememorden, bei denen Milizionären zu Hause aufgelauert wird. In der nach Angaben des ARD-Korrespondenten ruhigen Nacht vom Samstag zum Sonntag fanden massive Straßenschlachten statt. Ein Hauptquartier der Basiji wurde in Brand gesteckt. Es gibt Gerüchte, daß Basiji eine Moschee mit Demonstrationsflüchtlingen in Brand gesteckt haben. Mehrere Basiji sollen von gewalttätigen Demonstranten in ein Haus gejagt, dort eingesperrt und mit diesem verbrannt worden sein.

rt_fires_090615_ssh

Ab Dienstag soll das ganze Land durch Streik lahmgelegt werden. Die Bazaris schließen ihre Läden. Die Busfahrer befinden sich bereits im Streik und sollen ihre Busse auf Kreuzungen abstellen, um die Bewegungsfreiheit der IRG und Basiji einzuschränken. Die Automobilindustrie soll streiken. Die Ölförderung soll eingestellt oder sabotiert werden. Möglichst viele Bürger sollen ihre Guthaben von den Banken abheben. Polizeinotrufe und Telefonnummern von IRG und Basij sollen durch Anrufe mit falschen Informationen geflutet werden. Die Bürger sind aufgerufen, sich mit allem Nötigen für eine dauernde Notlage einzuhamstern. Insbesondere wird wohl mit einem Ausfall der Trinkwasserversorgung  gerechnet. Aus Kermanschah kommen Gerüchte über einen lokalen Militärputsch. Die Lage in den Kurdengebiete ist unklar.

Nachträglich bestätigte Gerüchte:

  • Im Heiligtum Qom wird fleißig verhandelt. Rafsandschani versucht, die Absetzung von Khamenei zu erreichen. (Bestätigt durch Al Arabiya)

  • Mullahs haben sich den Protesten angeschlossen. Das entsprechende Foto liefere ich nach.

  • In sehr vielen Städten gab es eine offizielle Wahlbeteiligung über 100%. (Press TV Iran.)

Heute nachmittag um vier Ortszeit soll auf dem Hafte-Sir-Platz eine Gedenkkundgebung für die Märtyrer der Revolution stattfinden.

Am Freitag will erneut Khamenei das Freitagsgebet leiten.

Ein paar interessante Links:

The Guardian Liveblog.

ESR’s NedaNet.

Nachtrag, eben bekommen:

Report from Tehran: 6pm Thousands are now in 7 Tir sq., clashes after tear gas fired.

Nachtrag No.2 im Telegrammstil (unbestätigt reingekommen):

Schwere Zusammenstöße in Tabriz+++Massaker befürchtet+++Rafsanjani hat nötige Mehrheit im Wächterrat, um Khamenei abzuservieren, benötigt noch robuste Unterstützung durch Soldaten+++Angriff von khameneitreuen IRG auf das Heiligtum Qom befürchtet+++In Teilen des Irans wachsende Unterstützung Moussawis durch Armee, Islamwächter und Mullahs berichtet+++Trotz Verbots weiterhin Demonstrationen in Teheran+++Grab von Neda angeblich gefunden+++Briten ziehen Familien der Botschaftsangehörigen ab+++EU hat angeblich Mitgliedsstaaten aufgefordert, ihre Botschafter aus dem Iran abzuziehen.

Nachtrag No3:

Der Guardian berichtet, daß Khamenei eine Dynastie aufbauen will.

Nachtrag No4:

Salehi soll ein weiterer Vorname von Neda Agha Soltan sein. Es wäre dann ein und dieselbe Person, für deren Tod allerding zwei verschiedene Berichte kursieren.

Veröffentlicht in Demokratie, Iran, Islam, Nahost, Politik, Terror | Verschlagwortet mit : , , , , | 8 Kommentare »

Die Rechnung wächst

Verfasst von califax am Samstag, 20. Juni 2009

Veröffentlicht in Faschismus, Iran, Terror | Verschlagwortet mit : , , | 1 Kommentar »

Ayatollah Khamenei hat Ruhe gefordert und Gewalt angedroht

Verfasst von califax am Samstag, 20. Juni 2009

Veröffentlicht in Iran, Politik | Verschlagwortet mit : | Leave a Comment »

Antiterrormaßnahme – Freiwilliger Gefährdertest

Verfasst von califax am Freitag, 19. Juni 2009

Um die Sicherheit unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen vor Gefährdern und Schläfern der terroristischen islamistischen Szene zu verbessern, schlagen Sicherheitsexperten folgenden Massengefährdertest vor:

In der extremistischen Variante des Islam ist es männlichen Personen strengstens untersagt, Frauen, mit denen man nicht verheiratet ist, nackt zu sehen. Ebenso streng ist der Genuß von Alkohol untersagt. Man erinnere sich nur an die spirituellen Anschlagsvorbereitungen der 911-Terroristen, die unter anderem vorschrieben, in Hotelzimmern alle Bilder von Frauen sofort mit Tüchern zu verhängen.

Auf dieser Basis wurde unter Einbeziehung modernster psychologischer Expertise und aktueller Informationen zu Kultur und Denken des islamistischen Terrorismus ein Massentestverfahren – die sogenannte psychokulturelle Rasterfahndung – entwickelt, welche (a) die landesweite Erkennung von Gefährdern beschleunigt und (b) potentiellen Gefährdern den Aufenthalt in westlichen Ländern unangenehm bis über die Grenze des Erträglichen gestalten, und sie so hoffentlich zur freiwilligen Ausreise bewegen soll.

Die Maßnahme wird wie folgt durchgeführt: An geeigneten Orten sind alle männlichen Einwohner ab dem Pubertätsalter auf der Straße zu versammeln und zur Einnahme von Alkohol zu bewegen. Parallel dazu sind alle weiblichen Einwohner zwischem  Pubertätsalter und Wechseljahren angehalten, nackt vor den männlichen Teilnehmern auf und ab zu laufen und sich mit ihren Geschlechtsorganen so zu präsentieren, daß auf potentielle Gefährder maximal eingewirkt wird.

Das Innenministerium prüft derzeit alle Optionen, dieses neue Antiterrorverfahren in Form von Gesetzen oder Verordnungen zur Anwendung zu bringen.

Veröffentlicht in Islam, Politik, Terrorismus | Leave a Comment »

Zitat für die Nacht

Verfasst von califax am Donnerstag, 18. Juni 2009

we don’t want the west interfere+ do something,what we expect is “don’t shake his hand”he is not our president anymore

(iranian tweet source)

Shahab News: Men in civilian clothes attacked Day hospital in Tehran (Tavanir st at Valiasr st) and it is not clear where they got their orders from. This happened
hours after some of the people wounded and injured in the street violence against protesters were brought to Day hospital by ambulances and by people on Tuesday. Number of wounded and dead were also brought to this hospital on previous days.

The attackers who were armed with batons, chains, sticks, sprays and guns entered the emergency room by forcing and threatening the security guards and ordered doctors and nurses not to treat patients injured during the protests. They also called those patients “spies”, “traitors”, and “enemy’s supporters”.

The confrontation lasted 15 minutes during which the hospital staff tried to keep the attackers from approaching the patients and recognizing their faces. At the end, they seceded in preventing violence.

Note that even in the World War II and during Israel and Palestine’s war in Gaza, the medical teams have been safe and free to do their job and treat the wounded.

(Source)

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert | Leave a Comment »

Doch, die Regierung kann etwas tun!

Verfasst von califax am Mittwoch, 17. Juni 2009

Abseits vom Wahlkampf-Sympathie-Erschleimen und sinnlosen symbolischen Protesten können die westlichen Regierungen und vor allem Deutschland mit seinen guten Kontakten durchaus etwas sinnvolles tun: Man könnte Achmadinedschad und Khamenei ein für sie und ihre Familien akzeptables Exil organisieren. Es wäre eine Möglichkeit, ihnen eine mögliche Niederlage zu erleichtern.

Jüngere Gerüchte:

Rafsandschani und seine Anhänger werden vom Regime gejagt, seine Tochter wurde bei einer Protestdemo gefilmt und im iranischen Fernsehen als Beweis für Rafsandschanis Verrat präsentiert. Er soll aber in Sicherheit sein und den Sturz von Khamenei betreiben.

Mussawi stellt sich immer dreister gegen Khamenei.

Die normale Polizei ist unzuverlässig geworden und wurde entwaffnet. Polizisten tragen offen grüne Tücher (das Zeichen der  Revolte).

Die reguläre Armee steht abseits und verweigert den Schießbefehl. Mehrere Offiziere wurden vom Regime verhaftet.

Die Armee der Revolutionären Garden ist gespalten. Ebenso der Wächterrat und das Parlament.

Massenverhaftungen überall durch Geheimdienst, Basij, iranische Hisbollah und Libanesen. Angeblich auch Milizionäre der HAMAS am Terror beteiligt.

Die Basij selbst ist gespalten. Mehrere Einheiten haben aus Protest gegen die Verbrechen geschlossen ihre Waffen niedergelegt und sind in ihre Dörfer zurückgekehrt. Viele Desertationen gemeldet.

Reger Grenzverkehr zum und aus dem Irak.

Mullahs versuchen aus Teheran zu fliehen.

Was davon stimmt, wird sich erst später herausstellen können.

Nachtrag:

Das Freitagsgebet wurde von Khamenei wie zu erwarten genutzt, um die Demonstranten als vom Ausland gesteuerte Feinde der Islamischen Republik zu denunzieren, AN zu stützen und mit Gewaltandrohung ein sofortiges Ende der Proteste zu fordern. Das paßt zu den Gerüchten über Truppenbewegungen und Aufruhr in Armee und IRG. Angeblich haben auch Basij-Milizionäre bereits begonnen, Straßensperren zu errichten. Eine Menschenmenge ist vom Freitagsgebet zum Haus von Rafsanjani unterwegs, um gegen ihn zu protestieren. Während des Freitagsgebetes wurden Flyer verteilt, die Rafsanjani als Hintermann der Proteste bezeichnen. Khamenei will also den großen Showdown. Entweder bleiben jetzt viele Demonstranten frustriert und verängstigt zu Hause (Moussawi könnte auch zum Ende der Proteste aufrufen) – dann bricht der Protest zusammen, und das Regime rächt sich einzeln an allen Kritikern, die es ermitteln kann. Hinrichtungen sind wahrscheinlich. Oder die Proteste gehen weiter – dann wird sich zeigen, ob die IRG wirklich aufs eigene Volk schießen wollen. Daß sich mehr und mehr rumspricht, daß dabei Iraner von Arabern verprügelt und gejagt werden, dürfte den Haß anstacheln, und das Regime weiter delegitimieren. Für morgen sind weitere Demos angekündigt. Khamenei hat bereits klargemacht, daß dies gefälligst die letzten zu sein haben. Wo stehen die Bazari? Sind Expertenrat, Armee und IRG bereit, ein Massaker am eigenen Volk mitzutragen?

Es steht Spitz auf Knopf.

Veröffentlicht in Demokratie, Iran, Politik, Terror | Verschlagwortet mit : , , , , , | Leave a Comment »

Cohn-Bendit

Verfasst von califax am Mittwoch, 17. Juni 2009

hat jetzt seine Stunde im EU-Parlament und demonstriert mit den gescannten Wahlergebnissen aus dem iranischen Innenministerium, daß “Internet-ausdrucken” auch zu was gut sein kann(1). Nicht, daß hier was anderes gälte als bei Steinmeier und Merkel: Es nutzt dem eigenen Ego und bringt den Betroffenen überhaupt nichts. Da er ja selber twittert und vermutlich daher auch von dem Scan erfahren hat, kann ich nur hoffen, daß er auch den Mann erwähnt, der für diese Veröffentlichung mit seinem Leben bezahlt hat: Mohammad Asgari, Systemadministrator im Innenministerium Irans wurde auf offener Straße von Pasdaran-Leuten erschossen(2).

(1) Link folgt, vebabelfischte Zeitungsartikel sind nicht so mein Ding.

Nachtrag:

(2) Der Guardian berichtet jetzt, er wäre bei einem seltsamen Autounfall ums Leben gekommen.

Veröffentlicht in Demokratie, EU, Iran, Politik, Terror | Verschlagwortet mit : , | Leave a Comment »

SIEMENS-Technik

Verfasst von califax am Mittwoch, 17. Juni 2009

Wie problematisch Geschäfte mit dem Iran sind, zeigt der Fall Siemens. Die Münchner machten 2008 im Iran einen Umsatz von 438 Mio. Euro, unter anderem mit der Lieferung moderner Überwachungstechnologie. Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten kann diese Technologie gegen Minderheiten und Oppositionelle im Iran wie auch gegen Israel eingesetzt werden.

(FTD)

Im Iran werden derweile Internetnutzer und Handynutzer elektronisch geortet und mit Ketten, Knüppel und Kalaschnikows zur Strecke gebracht. Ich hoffe, bei SIEMENS sowohl als auch im Kanzleramt ist man gebührend stolz auf diese Leistung.

Veröffentlicht in Iran, Politik, Terror, wirtschaft | Verschlagwortet mit : , , | Leave a Comment »

Iranische Fußballnationalmannschaft unterstützt Revolte

Verfasst von califax am Mittwoch, 17. Juni 2009

iran-soccer-support-revolt-1245312818

Veröffentlicht in Demokratie, Iran, Politik | Verschlagwortet mit : , | 1 Kommentar »